Stilla von Abenberg

Namenstage: Stilla

Funktion: Selige, Kirchenstifterin

Gedenktag: 19. Juli

Stilla stammte der Überlieferung nach vom Grafengeschlecht derer von Abenberg (südlich von Nürnberg) ab. Zusammen mit drei Gleichgesinnten legte sie das Gelübde der Jungfräulichkeit ab und widmete ihr Leben dem Gebet und dem Dienst an Notleidenden und Kranken. Mitte des 12. Jahrhunderts, bald nachdem das von ihr in Auftrag gegebene »Peterskirchlein« auf einem Hügel unweit der väterlichen Burg fertig gestellt war, starb Stilla und wurde in ihrer Stiftung beigesetzt. Ihr Grab, an dem sich wundersame Heilungen ereignet haben sollen, entwickelte sich zur Wallfahrtsstätte. 1491 gründete der Bischof von Eichstätt neben der Kirche das Kloster Marienburg für Augustiner-Chorfrauen, das jedoch 1805 der Säkularisation zum Opfer fiel. Seit 1920 beherbergt es die Barmherzigen Schwestern von der Schmerzhaften Mutter Gottes. Am 12. Januar 1927 bestätigte Papst Pius XI. die Verehrung Stillas, und ihr Sarkophag in der Klosterkirche wurde erneut Ziel von Wallfahrern.

Darstellung: als junge Frau oder als Nonne (obwohl sie keine war)

Attribute: Lilie (Symbol der Jungfräulichkeit), Rosenkranz, Kirchenmodell

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010